Moja tura do Polski: Niemiec w Opolu

Hin und wieder lohnt es sich, an der Universität zu arbeiten. Meine alma mater, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, ließ mich letzten Juni an einer Konferenz in Polen teilnehmen und das International Office hat meinen Reisebericht veröffentlicht im Rahmen der Personalmobilität.

An anderer Stelle bereits erwähnt, habe ich in Opole (dt. Oppeln) im Süden des Landes an der 8th Erasmus Partnership Conference (EPiC) teilgenommen und dort zu Social Media referiert. In meinem Beitrag “Intercultural Communication: From Somalia to Social Media” habe ich über das Social Web und die Chancen globaler Kommunikation gesprochen, eingebettet in grundlegende Modelle der Interkulturalität und Kommunikationswissenschaft. Niemand von uns verlässt plötzlich seine oder ihre Kultur, nur weil im Internet gesurft wird. Kulturelle Unterschiede zu verstehen und in die Kommunikation einzuflechten ist sehr wichtig. Mehr dazu bald.

Verdammt gefreut hat mich vor allem, dass ich endlich wieder etwas Polnisch sprechen konnte. Meine Sprachkenntnisse sind ziemlich eingerostet. Der ganze Reisebericht findet sich unten, aber meine Erfahrung in einem Satz: Opole jest super!


Mein Bericht zur “8th EPiC Erasmus Partnership Conference” in Opole oder: Wie ich das geheimnisvolle Polen kennenlernte.

Große Aufregung und im Nachgang mein persönliches Highlight der 8th EPiC Conference.

Große Aufregung und im Nachgang mein persönliches Highlight der 8th EPiC Conference.

Von Christian Allner

Was ist an Polen denn spannend? Über Klischees und Stereotype glauben wir, Polen zu nennen. Doch obwohl unser Nachbarland nur wenige Stunden entfernt liegt, wissen wir eigentlich nichts. Für mich war es Zeit, das zu ändern.

Mein Weg nach Polen

Ich bin Christian Allner und zurzeit studiere ich für den Master of Arts Berufsorientierte Linguistik im interkulturellen Kontext (BLIK) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vor. Seit 2011 berate und betreue ich als Schrift-Architekt kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich Social Media und organisiere mit verschiedenen Bildungsträgern Seminare und Workshops zu Social Media im Beruf, Datenschutz, Recht im Netz oder Prezi. Deswegen werde ich in meiner Abschlussarbeit auch zu Visualisierungen in der Social-Media-Kommunikation schreiben. Das ist mein Fach, das ist meine Leidenschaft.
Seit 2014 bin ich wissenschaftliche Hilfskraft an Seminar für Indogermanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft und im Juni 2015 bot sich mir die Gelegenheit, ins Ausland zu gehen. Seit einiger Zeit bietet das International Office bereits das Zertifikat „Internationale Kompetenz“, um Mitarbeiter besser auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt und globalisierten Lehre vorzubereiten.
Mir gefiel dieses Angebot bestehend aus einem Sprach-, Interkulturalitäts- und einem Auslandsmodul. Ich bewarb mich und wurde angenommen. Da ich bereits einen Bachelor of Arts in interkultureller Kommunikation habe, meisterte ich das Sprach- und Interkulturalitätsmodul und kann den Lehrenden dort auch gute Fachkenntnisse attestieren. Diese ersten beiden Module wurden auch an meiner Alma Mater absolviert. Doch ich war gespannt auf das Auslandsmodul. Ich wollte andere Kulturen kennenlernen und mich weiterbilden.

“Dzien dobry!”

Der Oppelner Hauptbahnhof: Opole Glówne.

Der Oppelner Hauptbahnhof: Opole Glówne.

Nach einigen Recherchen zu ausländischen Angeboten stieß ich auf die 8th EPiC Erasmus Partnership Conference, veranstaltet von der University of Technology in Opole. Die Themen umfassten unter anderem Social Media, Applying for fundings und verschiedene Kulturangebote. Meine Bewerbung wurde akzeptiert und ich schlug vor, statt nur meine Universität vorzustellen, mehr zu tun. Ich wollte das Wissen präsentieren, welches ich mir in meinem Studium angeeignet hatte. Deswegen bot ich an, zu einem Fachthema zu referieren. Man war begeistert.

Ich begann mit meinen Vorbereitungen und am Sonntag, dem 14. Juni reiste ich nach Opole, im südlichen Polen. Der Süden des heutigen Polens war über Jahrhunderte deutsch geprägt. Ich reiste durch alte Städte wie Breslau und Posen, die heute Wroclaw und Posnan heißen, und kam in Opole an, dem ehemaligen Oppeln.

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Tag 1: Crash-Kurs Polnisch

Parallel zu einer regionalen Entwicklungskonferenz begann unsere Veranstaltung, was unter anderem dazu führte, dass ich mich während des Mittagessens mit einem Mitarbeiter des marokkanischen Botschafters in Polen unterhalten habe.

Der erste Tag war vor allem vom Kennenlernen der neuen Kultur geprägt. Obwohl wir uns bei der Konferenz selbst viel mit Inhalten aus Technik und Ingenieurwesen beschäftigt haben, war der erste Tag vor allem eine Einführung in die polnische Kultur und Sprache. Man lernte die Gastgeber und Gäste kennen.
Nachmittags kaufte ich mir noch ein neues Hemd, da wir am Abend mit einem Galadinner überrascht wurden. Der Chor der Universität sang für uns während erlesene Delikatessen auf den Tellern warteten.

Tag 2: “Heute möchte ich euch meine Universität präsentieren …”

Noch ganz überwältigt vom ersten Tag fanden wir uns am zweiten Tag nach unseres Hotels in der Stadtbibliothek zusammen. Der Tag selbst bestand nahtlos aus Präsentationen. Viele Konferenzteilnehmer präsentierten ihre Hochschulen, wir bekamen von der nationalen polnischen Erasmus-Agentur einen Workshop zum Thema “Applying for funds”, in dem wir mit den Untiefen europäischer Hochschulförderung vertraut gemacht wurden.
Einen angenehmen Abschluss bildete dabei die Veranstaltung “Taste of China”. Das Konfuzius-Zentrum in Opole organisierte eine klassische chinesische Teezeremonie für uns eine talentierte Kalligrafin schrieb unsere Namen auf Chinesisch.

Große Freundschaften: Gefühlt sind in Opole nur liebe und nette Menschen.

Große Freundschaften: Gefühlt sind in Opole nur liebe und nette Menschen.

Als Kulturteil des Tages trafen wir uns abends und unternahmen mit einer gemieteten Fähre eine kleine Kreuzfahrt entlang der Oder durch Oppeln. Ein wunderschöner Sonnenuntergang bot uns viele Fotomotive. Mit Linda aus Portugal und Tamara aus der Schweiz freundete ich mich besonders an, weswegen wir den Abend für einige gemeinsame Erinnerungsbilder nutzten.

Tag 3: “From Somalia to Social Media”

In einem großen Hörsaal zu referieren ist ein einschüchterndes, aber genauso berauschendes Gefühl.

In einem großen Hörsaal zu referieren ist ein einschüchterndes, aber genauso berauschendes Gefühl.

Der letzte Konferenztag bestand vor allem aus Fachreferaten. Beginnend mit Sprachtipps bei “English for Engineers” referierte Herwig Dämon von der Uni Liechtenstein bei “Make Social Media Human!” zur Wichtigkeit von guter Kommunikation im digitalen Hochschulmarketing.
In meiner Präsentation “Intercultural Communication: From Somalia to Social Media” schloss ich direkt an ihn an und setzte ein Statement für kompetente Social-Media-Kommunikation, die Rücksicht nimmt auf den kulturellen Hintergrund. Mit unserer Kultur bewohnen wir eine Insel im Ozean – und das Internet ist der Strand, an dem wir uns mit anderen treffen und in den Weiten des Netzes schwimmen.

Den Tag schlossen wir schließlich mit einem kleinen Kneipenbesuch ab, währenddessen sich die ersten bereits verabschiedeten.

Tag 4: Kraków!

Am letzten Tag besuchten wir das wunderschöne Krakau, die alte Königsstadt. Ein Tagesausflug mit Führung zur berühmten Burg, durch das alte jüdische Viertel und zu anderen Teilen rundete meinen ersten Aufenthalt in Polen ab.

Ich habe mich fachlich weitergebildet und konnte mit meinem ersten vollständig englischen Vortrag eigene Kompetenzen verbessern. Doch mehr als das hat mir diese Woche, die Teilnahme an der “8th EPiC Erasmus Partnership Conference” auch unser Nachbarland Polen nähergebracht.

Dobze. Alles gut.

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Christian Allner, M.A.

Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs darin, besser zu kommunizieren und Social Media zu verstehen. Mit verschiedenen Bildungsträgern bietet er Seminare und Workshops an und ist als Speaker auf Barcamps und Events aktiv.

Daneben schreibt er u.a. für Social Media Statistiken, macht Radio mit #Onlinegeister und coacht bei Selbständig in Mitteldeutschland. Begeisterter Hobbykoch.
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