Wie sich die Partnersuche durch die sozialen Medien verändert

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Die Zeiten, in denen man seinen zukünftigen Partner auf Großveranstaltungen wie der Fußball WM 2018 oder auf Konzerten, in der Diskothek oder im Pub kennenlernte, sind längst vergangen. Heute vollzieht sich die Partnersuche in aller Regel online.

Dating-Portale oder auch Kennenlern-Foren sind da meist schon die Regel. Partys sind da auch bei jungen Leuten meist schon out, um seinen zukünftigen Partner zu begegnen. Wir verraten Ihnen, was die Partnersuche 2.0 so aufregend macht.

Speed Dating war gestern

Erinnern Sie sich noch an Speed Dating? Da traf man sich in einem Café oder Restaurant mit verschiedenen potenziellen Kandidaten und hatte zirka zwei Minuten Zeit, das Gegenüber durch gezielte Fragen kennenzulernen. Nach diesen zwei Minuten erklang dann meist eine Glocke und die Kandidaten wechselten wie beim „Bäumchen wechsel dich-Spiel“ ihre Plätze. Am Ende des Spektakels konnte man dann seinen Favoriten anonym angeben. Falls auch dieser einen gewählt hatte, wurden die Nummern ausgetauscht und man konnte sich weiter daten. Wer damals Speed Dating schon abgefahren fand, wird sich heute für die Idee kaum erwärmen können, seinen Partner auch per App kennenzulernen.

Dating in Zeiten der Digitalisierung

Wie die Suche nach dem Partner heute funktioniert, das ist mittlerweile schon Gegenstand vieler Untersuchungen geworden. Online-Dating-Portale versprechen da zum Beispiel anhand von bestimmten Charakteristika, dass potentielle Traumpaare zueinander finden. Kein Wunder also, dass es heute gang und gäbe ist, im Netz nach seinem Seelenverwandten zu suchen.

Nicht nur etwas für junge Leute

Wer jetzt meint, dass sich nur junge Leute im Netz auf die Partnersuche begeben, irrt gewaltig. Denn in der heutigen Gesellschaft gibt es auch immer mehr Senioren, Geschiedene oder auch Alleinstehende mittleren Alters, die zwar Singles sind, sich aber nach der ganz großen Liebe sehnen. Dabei wissen Forscher, dass vor allem ältere Menschen das Internet zur gezielten Partnersuche nutzen. Das tun sie vor allem immer dann, wenn es in ihrem direkten Umfeld weniger Auswahl gibt. Diese Art der Partnersuche ist für die jungen Erwachsenen zwischen 18 und 26 Jahren natürlich viel selbstverständlicher als für die älteren Generationen. Denn wenn sie schon online shoppen und täglich soziale Netzwerke nutzen, warum sollten sie dann nicht auch online Dating-Portale nutzen?

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Für wen macht die Partnersuche via Web Sinn?

Das Gute an der Partnersuche via Web 2.0 ist wohl der, dass von einer Partnerbörse heutzutage jedermann profitieren kann. Dating-Firmen versprechen schließlich nicht umsonst eine „hohe Erfolgsquote“ bei der Partnervermittlung. Natürlich lockt dieses vielversprechende Angebot die Kundschaft an, die am liebsten möglichst schnell, den „richtigen“ Partner finden will. Doch um sich vor Enttäuschungen zu schützen raten Experten dazu, sich bewusst zu machen, dass es in der Regel gar nicht so einfach ist, den richtigen Partner zu finden. Zwar hat man bei den Partnerbörsen eine große Auswahl an potenziellen Kandidaten, kann aber selber auch schnell in der Masse untergehen.

Am Ende entscheidet sowieso immer das echte Leben

Experten wissen jedoch auch, dass man sich online noch so sehr ins Zeug legen kann, wenn es dann beim ersten Treffen im realen Leben nicht funkt, ist in der Regel der Zug schnell abgefahren. Gefakte Dating-Profile versprechen also auf lange Sicht kaum Erfolg, jemanden kennenzulernen. Authentizität heißt also nach wie vor die Zauberformel – und die gilt auch in der online Welt! Schließlich gibt es auch immer noch die Ausnahmen unter den Jugendlichen, die nach wie vor zugeben, ihren Freund bevorzugt in der Disco kennenzulernen.

Der erste Blickkontakt, sich anlächeln und zaghafte Flirtversuche werden eben auch von Jugendlichen nach wie vor geschätzt. Und daran konnte auch das Web und die sozialen Netzwerke bislang nichts ändern. Warten wir es ab, bis wann ein Online-Dating-Profil für Singles zur Selbstverständlichkeit wird.

Christian Allner, M.A.
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Christian Allner, M.A.

Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs darin, besser zu kommunizieren und Social Media zu verstehen. Mit verschiedenen Bildungsträgern bietet er Seminare und Workshops an und ist als Speaker auf Barcamps und Events aktiv.
Er ist kaufmännisch ausgebildet (Immobilienverwalter im ersten Leben), in mehreren Branchenverbänden aktiv und promoviert zurzeit an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Daneben schreibt er u.a. für Social Media Statistiken, macht Radio mit #Onlinegeister und coacht bei Selbständig in Mitteldeutschland. Begeisterter Hobbykoch und Boulderer.
Christian Allner, M.A.
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