Gutes Präsentieren: Wenn diese Sache fehlt, kick Prezi, Keynote & Co. in die Tonne!

Eine Präsentation ist die Vorstellung von Personen, zum Beispiel bei einer Begegnung oder einer Veranstaltung, oder von Waren, Gegenständen oder Informationen. Präsentieren beschreibt die Fähigkeit, ebenjene Dinge gekonnt in Szene zu setzen und (meist vorteilhaft) darzustellen und abzubilden. Im immer stärker vernetzten Internet spielt ebenjene Präsentationsfähigkeit eine immer größere Rolle

Konferenzen werden via Skype oder Hangout organisiert, SlideShare oder Bunkr helfen beim Teilen von Präsentationen, mit GoToMeeting oder Join.me werden Webinare organisiert und Präsentationssoftware wie Microsofts PowerPoint, Google-Präsentationen oder Prezi sind sowieso allgegenwärtig. Ich selbst bin beispielsweise ein großer Freund von Prezi. Meine Workshops und Seminare organisiere ich sämtlich via Prezi. Dort findet sich auch meine eigene Unternehmenspräsentation:


Quelle: hier klicken.

Doch das ist alles nichts wert! Die tollste Technologie und High-End-Geräte wie Laserpointer und Bildungsmanager bringen rein gar nichts, wenn Sie eine grundlegende Eigenschaft ignorieren: Sich selbst.

Flipcharts und Displays sind nur nützliche Helfer

Flipcharts, Moderationskoffer und -wände sind nützliche Hilfsmittel für eine Präsentation. Sie sind genau das: Hilfsmittel. Ohne eine kompetente Stimme und herausragende Eigenschaften bleibt das noch so tollste Produkt auf der Ladentheke.

Ein Displaybanner kann sehr gut aussehen und beim Verkaufen helfen:

Hilfsmittel sind genau das: Mittel, die helfen. Sie ersetzen nicht, sie unterstreichen nur.

Persönlichkeit ist der Erfolg in jeder Präsentation!

Denn ohne Presenter-Skills sind die besten Präsentationen nichts wert. Noch so toll aufgearbeitete Grafiken bringen nichts, wenn der Vortragende einfach abliest oder irgendwas vor sich hin stammelt.

“Ich, ähm, möchte heute eine Präsentation machen. Hier, ah, meine Gliederung.”

Niemand interessiert sich dafür. Eine Präsentation muss spannend sein, mitreißen und begeistern. Sie muss Emotionen wecken und andere veranlassen, sich selbst auf langweilige Quartalsberichte zu freuen.

Personal Skills: Präsentieren wie Steve Jobs!

Immer wieder kommt Steve Jobs’ Name auf. Das ist berechtigt, denn Steve Jobs hatte verstanden, mit seiner Umgebung zu arbeiten. Seine Apple Keynotes waren legendär. Sei es die Einführung des ersten iPhones, welches er zunächst verdeckt und dann offensichtlich vorstellte:

Besonders blieb auch die Vorstellung des MacBook Air in Erinnerung, das er aus einem Briefumschlag zog:


Obwohl Steve Jobs‘ Leben stark von Widersprüchen geprägt war und er privat als nicht gerade sehr sympathsich galt, hinterließen seine Marketingideen bleibenden Eindruck. Diese Art sich selbst und sein Produkt zu inszenieren ist selten erreicht

Präsentationen leben von Interaktion!

Präsentationen, Vorstellungen und jede Art von Meeting und Gespräch braucht ein interaktives Element. Nutzen Sie Pinnwände und Whiteboards, schreiben Sie Ideen auf eine Tafel. Nutzen Sie Ihre Umgebung.

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Nicht nur digital, sondern auch und besonders analog bleiben Präsentationen in Erinnerung: Mit Tafeln, Stiften, Blättern und Bewegung. Als Zuhörer müssen wir aktiv werden, etwas zu tun bekommen, sonst schalten wir ab.

„Don’t sell the steak, sell the sizzle“

Eine alter Vetrieblerweisheit aus den USA: Nicht die Kuh verkauft das Steak sondern das Brutzeln im Kopf des Kunden tut es. Bekannt wurde der Ausspruch durch Elmer Wheeler, einem sehr erfolgreichen Vertriebscoach in den 1940ern.

Seine fünf Weisheiten sind:

  1. Verkaufe nicht das Steak, sondern den Geruch: Forme eine Idee im Kopf des Kunden
  2. Schreibe nicht, telegrafiere: Die ersten zehn Worte sind entscheidender als die folgenden zehntausend. Fass dich kurz.
  3. Sag es mit Blumen: Es geht darum das Gesagte mit Taten zu unterstreichen. Wirke als glaubst du an das, was du verkaufst.
  4. Frag nicht ob, sondern welche: Biete immer zwei Alternativen eines Produkts an – überlass dem Kunden keine Entscheidung ob überhaupt sondern nur, welche Variante.
  5. Achte auf dein Bellen: Nicht nur was ich sage ist wichtig, sondern auch wie ich es tue.

Bereits vor bald 75 Jahren gültig und heute noch genauso: Es geht ums Darstellen, Illustrieren und Glaubhaft machen.

Fazit: Echter Fortschritt ist Innovation versus Redundanz

Prezi-Präsentationen, Webinare und Slideshares sind tolle Dienste und Produkte, aber erinnerungswürdige Momente entstehen durch Gemeinsamkeit: kollaborative Projekte und die Einbeziehung aller ist wichtig!

Es ist immer eine gemeinsame Erfahrung. Eine Präsentation, ein Verkaufsgespräch oder eine Keynote sind ein gemeinschaftliches Erlebnis. Lass es so wirken als wären die Leute im Raum die wichtigsten Menschen im Universum.

So lassen sich Schranken abbauen und Distanzen überwinden. So wird aus dem Sie ganz schnell ein Du und aus dem Fremden ein Interessierter und schließlich ein Kunde.

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Christian Allner, M.A.

Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs darin, besser zu kommunizieren und Social Media zu verstehen. Mit verschiedenen Bildungsträgern bietet er Seminare und Workshops an und ist als Speaker auf Barcamps und Events aktiv.

Daneben schreibt er u.a. für Social Media Statistiken, macht Radio mit #Onlinegeister und coacht bei Selbständig in Mitteldeutschland. Begeisterter Hobbykoch.
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