Gefahren und Risiken bei der Webhostingwahl

Weltweit gibt es hunderte von Millionen Websites und fast ebenso viele Anbieter für Webhosting. Webhosting ist das Auslagern von Dateien von der eigenen Festplatte auf Server; spezialisierte Computerschränke, die über das Internet erreichbar sind.

Webhosting ist die Grundlage für alle modernen Dienste im Internet: Social Media, Cloud Computing, Online Gaming, Podcasts und so weiter. Allen voran dient Webhosting aber der Speicherung, Bereitstellung und dem Abruf von Websites.

Es gibt eine Vielzahl an Anbietern online. Doch nicht alle sind vertrauenswürdig oder erfüllen die gesetzlichen Vorgaben.

Website

Eine Website ist die Präsenz einer Organisation im Internet. Wie ein Ladengeschäft im echten Leben ist die Website der Ort, wo alles Wichtige passiert und wohin die Kunden geführt werden. Dabei ist die Startseite, oder auch Homepage genannt, die wichtigste Seite der ganzen Internetpräsenz. Das ist die Seite, die als zentrale Ausgangsseite (eben Start-Seite) eines Internetauftritts angezeigt wird.

Eure Startseite muss überzeugen und begeistern können. Denn auch für den SEO-Erfolg (engl. für Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung) ist eine gute Website unerlässlich. Gerade die Startseite muss aber zu überzeugen wissen, denn sie ist für die Suchmaschinen in der Regel die Ausgangsseite zur Analyse der gesamten Domain (alle Seiten einer Website, die zu einer spezifischen www-Adresse gehören). In Deutschland ist hier eigentlich nur Google eine relevante Suchmaschine, denn mit einem Anteil am Markt von über 95 % ist Google quasi konkurrenzlos. Der größte Mitstreiter ist Bing von Microsoft mit lediglich drei bis fünf Prozent Marktanteil.

Eine gute Website sollte logisch strukturiert, inhaltlich fundiert und optisch schlüssig aufgebaut sein. Es gibt viele Trends bei Design oder Layout, aber am Ende empfiehlt sich immer zeitlos vorzugehen. Trends hinterherlaufen verursacht häufig mehr Arbeit als sie es wert sind.

Typischerweise ist eine Website wie folgt aufgebaut:

  • Header (Bild- oder Textlogo, ggf. Kurzlogo; weitere Icons oder wichtige Buttons)
  • Body (der eigentliche Inhalt der jeweiligen Seite, wo Texte, Bilder oder Videos angezeigt werden)
  • Footer (der Abschluss der Seite, häufig finden sich hier rechtliche Hinweise oder Verweise auf andere Seiten)

Websites sind die ältesten Darstellungsformen im Internet. Die erste Website, die online ging, wurde am 13. November 1990 von Tim Berners-Lee programmiert und veröffentlicht. Berners-Lee arbeitete zu dieser Zeit als Wissenschaftler an der European Organization for Nuclear Research, dem CERN (kurz für frz. Conseil européen pour la recherche nucléaire)

Vertrauenswürdigkeit des Webhosters

Nicht jeder Webhoster ist vertrauenswürdig. Doch Sie müssen Ihrem Webhoster vertrauen können, denn Sie lagern teils sehr sensible Daten an diesem aus. Dazu zählen:

  • Personenbezogene Daten: Alle Informationen, die Sie über Personen speichern (ob nun auf einer Website oder in der Cloud) sind personenbezogene Informationen. Gemäß deutschem und europäischem Datenschutz sind alle Informationen über Menschen schützenswürdig und dürfen nur gesichert gespeichert werden. Der Datenschutz wird vor allem in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) niedergeschrieben.
  • Steuerdaten: Immer mehr Unternehmen und Organisationen speichern ihre Daten in der Cloud – dazu gehören auch viele steuerrechtlich relevante Informationen wie Rechnungsdaten oder Vertragsinformationen. Steuerliche wichtige Informationen dürfen online nur gesichert gespeichert werden. Die Informationen zu verlieren kann rechtlich verfolgt werden und vor ein Gericht zur Anklage gebracht.
  • Interna Ihres Unternehmens: Viele Firmen und Organisationen speichern Dinge in der Cloud; darunter neben steuerrechtlich relevanten Informationen auch Projektdaten, interne Notizen und Memos, Projektabläufe oder Dienstanweisungen. Viele dieser Informationen sind intern oder bei manchen Unternehmen und Behörden sogar Verschlusssache und dürfen nicht an die Öffentlichkeit gelangen.
  • Passwörter und Logins: Man kann bei verschiedenen Cloudanbietern wie Mozilla Firefox, Google oder DER SEMINAR Passwörter sicher speichern. Solche Passwortmanager sind an sich eine feine Sache, aber sollten gesichert werden. Gerade Passwörter sind sehr sensible Informationen und, geraten sie in die falschen Hände, ein hohes Sicherheitsrisiko für alle Beteiligten. Passwortmanager sollten immer verschlüsselt werden, am besten Ende zu Ende bzw. End-to-End (E2E).
  • Notizen und Projekte: Cloud-Services und -Dienste bieten an vielfältige und unterschiedliche Informationen zu speichern. Es gibt sogar spezielle Clouds für Notiz- oder Projektmanagement, die es erlauben eine Vielzahl von Informationen abzuspeichern. Auch hier gilt: Was wird abgespeichert? Wie privat oder vertrauenswürdig sind diese Informationen? Und woher kommt der Anbieter?
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Herkunft des Webhosters

Man soll nicht von der Herkunft schließen, aber der Unternehmenssitz eines Webhoster verrät viel über die Qualität der Sicherheit eines Unternehmens. Weltweit die höchsten Sicherheitsvorschriften und dadurch den besten Schutz bieten Mitgliedsländer der Europäischen Union. Allen voran die Bundesrepublik Deutschland und wenige weitere Länder haben sehr hohe Sicherheitsanforderungen, die im Rahmen von Datenschutz und Datensicherheit erhoben werden.

Welche Länder sind sichere Länder im Datenschutz? Nach dem Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission (engl. adequacy decision) sind das:

  • Andorra,
  • Argentinien,
  • Kanada (nur kommerzielle Organisationen),
  • Färöer-Inseln,
  • Guernsey,
  • Israel,
  • Isle of Man,
  • Japan,
  • Jersey (Insel),
  • Neuseeland,
  • Schweiz,
  • Uruguay

Es laufen aktuell auch Gespräche mit Südkorea.

Die Vereinigten Staaten von Amerika waren bis 2015 und dann bis 2020 auch ein sicheres Land. Bis 2015 galt das Abkommen Safe Harbor und bis Juli 2020 galt das Privacy-Shield-Abkommens. Nur Mitglieder des Vertrages konnten als sichere Unternehmen klassifiziert werden.

Seit Juli 2020 nicht mehr: Die Vereinigten Staaten sind rausgeflogen aus dem Vertrag, der vom Europäischen Gerichtshof gekündigt wurde, weil er europäische Nutzer benachteiligt. Das Urteil nimmt auch Bezug auf den Datenschutz.

Datenschutz bei Ihrem Webhoster

Anbieter innerhalb der EU müssen sich an die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) halten. Für den Austausch personenbezogener Daten außerhalb der Europäischen Union gibt es den sogenannten Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission. Dieser regelt, welche Nicht-EU-Länder einen EU-adäquaten (oder sogar besseren?) Datenschutz umsetzen.

Nach dem Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission (engl. adequacy decision) sind das (Stand Q1/2021):

  • Andorra,
  • Argentinien,
  • Kanada (nur kommerzielle Organisationen),
  • Färöer-Inseln,
  • Guernsey,
  • Israel,
  • Isle of Man,
  • Japan,
  • Jersey (Insel),
  • Neuseeland,
  • Schweiz,
  • Uruguay und
  • Vereinigte Staaten von Amerika (nur für Mitglieder des Privacy-Shield-Abkommens) (seit Juli 2020 nicht mehr)

Es laufen aktuell auch Gespräche mit Südkorea.

Datensicherheit bei Ihrem Webhoster

Unabhängig vom Datenschutz muss ein Unternehmen auch Datensicherheit bieten. Der Unterschied ist recht simpel: Datenschutz ist rechtlich, Datensicherheit ist technisch.

Für den technischen Schutz (also Verschlüsselungsalgorithmen für Software, Bewachung oder sonstige Sicherung von physischen Server-Zentren) gibt es keinen allgemeinen Standard. Die ISO/IEC 27001 kommt am ehesten an einen gültigen Datensicherheitsstandard heran. Die ISO-Norm beschäftigt sich damit, wie Informationssicherheit und ein Managementsystem zur Informationssicherheit aufgestellt werden muss.

Internationale Verträge, Abkommen oder Gesetze zur Datensicherheit existieren jedoch nicht – zumindest nicht in der gleichen Form wie zum Datenschutz.

Ihr sicherer Webhoster: Agentur Schrift-Architekt.de hilft

Es gibt viele Anbieter, aber am besten ist ein regionales und vertrauenswürdiges Unternehmen. Bei der Agentur Schrift-Architekt.de wird seit 2011 mit Partnern aus dem mitteldeutschen Raum zusammengearbeitet, die ihre Vertrauenswürdigkeit seit über zehn Jahren beweisen konnten.

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